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Vorstellung von Friedhelm Winter
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Hallo zusammen,

Mein Name ist Friedhelm Winter. Ich bin gebürtiger DDR-Bürger und wurde am 11.03.1959 in Weferlingen geboren. Ich bin im Osten aufgewachsen und habe so einiges an der Grenze mitbekommen. Als ich dann 18 Jahre alt wurde, wurde ich dann eingezogen das war 1977. Dort kam ich in einer Sanitäter-Einheit unter und dort lernte ich meinen Kameraden und heutigen Kollegen Sepp Haumdaucha kennen. Uns gefiel diese Arbeit die wir dort verrichteten sehr! Dort hatten wir dann eine wunderbare Zeit, 18 Monate lang ging der Grundwehrdienst damals. Doch alles gute hat ein ende und ich kehrte nach dem Grundwehrdienst wieder zurück nach Weferlingen. Dort habe ich direkt bei der begrüßungsfeier meiner Eltern meine Frau kennengelernt, nun Magrit Winter. Nach meiner Heirat bekam ich einen Beruf angeboten, und zwar als Elektroniker für die Örtliche Grenze. Ich zog die Ausbildung durch und verdiente überdurchschnittlich gut. Wir lebten bis 1982 sehr Friedlich in Weferlingen [Bild: smile.png], bis dann die Grenzposten an der Örtlichen Grenze aufgestockt wurden und es kaum noch auszuhalten war. Abends gingen alle Grundwehrdienstleistenen Soldaten immer in die Weferlinger Kneipe und haben sich fast immer besinnungslos besoffen, dazu kam dann auch noch strengere auflagen für meine Arbeit, sowie Monatliche gespräche mit der Staatsicherheit wie doch der Zaun noch besser aufgerüstet werden könne. Als ich dann einen Monat nicht zu diesem Treffen gekommen bin, war Polen offen. Ich verlor meinen Beruf und mein Auto, mein schöner Himmelblauer Trabant [Bild: sad.png]. Dann war es für mich und meine Frau eindeutig, wir mussten fliehen. Auf der suche nach Leuten die mit uns fliehen wollten, sah ich zum ersten mal nach einer ewigkeit meinen alten Kameraden Sepp Haumdaucha wieder der zufälligerweise das selbe vorhatte wie ich. Wir suchten uns nurnoch eine Person die uns eine Ablenkung verschaffen könnte, undzwar der allbekannte Willhelm Klink. Wir schauten uns jeden Tag die Grenze an und überlegten uns einen Plan. 1983 war es dann so weit. Als ich mit meinem Fahrrad zum Holzverarbeiter fuhr, sah ich einen Aufgeschlossenen Himmelblaunen Trabant der anscheinend Herrenlos war. Ich nutzte die gelegenheit und schnappte mit den Trabbi. Ich fuhr alle abholen. Als wir vollständig waren sahen wir noch einen undzwar Günther Greenfield. Dieser wollte auch unbedingt in den Westen. Er stieg in den Kofferaum. Nun fuhren wir zur Grenze und folgten den Anweisungen der Grenzer. Diese Lauteten:"Bitte einmal hier Parken". Ich tat so als würde ich da Parken wollen. Der Grenzer an der Schranke machte diese auch schon auf. Kurz bevor ich in den Neutralen Gang schalten wollte, habe ich aufs Gas gedrückt wie noch nie, und das mit einem Trabbi. Wir fuhren durch die Schranken, doch wir wurden beschossen und meine Frau und ich wurden Getroffen. Doch alles Halb so wild. Denn nachdem wir in der BRD angekommen sind, haben wir auch schon direkt die Feuerwehr angerufen, damit sie uns helfen kann. Dann kam auch schon nach 5 min jemand und wir wurden alle wieder zusammengeflickt. Vollgepumpt mit adrenalin, wie damals 1977 beim Grundwehrdienst, habe ich das verlangen verspürt wieder bei den Sanitätern anzufangen wie damals!

So bewarb ich mich bei der Feuerwehr zusammen mit meinem Kameraden Sepp Haumdaucha, zu unseren Glück wurden wir beide kurze Zeit später angenommen und sind nun Glückliche und Zufriedene Feuerwehrangehörige.
Obwohl ich nun im Westen Lebe, versuche ich dennoch so oft wie möglich die Einsatzschicht mit meinem Kameraden Sepp Haumdaucha im Osten zu bekommen. Uns findet man des öfteren am Weferlinger Marktplatz.

Mit Freundlichen Grüßen,

Friedhelm Winter [Bild: wink.png]
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